Sportwetten Mastercard Einzahlung: Anleitung, Limits und Gebühren

Sportwetten Mastercard Einzahlung – Smartphone mit Wett-App und Kartenzahlung

Ladevorgang...

Vor neun Jahren habe ich meine erste Sportwetten-Einzahlung per Mastercard getätigt – bei einem Anbieter, der heute längst vom Markt verschwunden ist. Die Transaktion dauerte zehn Sekunden. Der Betrag war sofort auf dem Wettkonto. Und genau das hat sich bis heute nicht geändert: Die Mastercard bleibt eine der schnellsten Einzahlungsmethoden im deutschen Sportwetten-Markt.

Was sich allerdings massiv verändert hat, sind die Rahmenbedingungen. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 hat Einzahlungslimits eingeführt, die GGL überwacht mittlerweile 141 Betreiber, und Mastercard selbst hat die Sicherheitsanforderungen für Gambling-Transaktionen deutlich verschärft. 8,2 Milliarden Euro an legalen Wetteinsätzen wurden 2024 in Deutschland platziert – ein wachsender Markt, der professionelle Zahlungswege braucht.

Trotzdem erlebe ich immer wieder, dass die Einzahlung per Mastercard bei Sportwetten für Verwirrung sorgt. Das liegt nicht an der Komplexität des Vorgangs – der ist simpel. Es liegt an den Schichten drumherum: 3D Secure, MCC-Codes, Einzahlungslimits, Bankensperren. Jede dieser Schichten kann eine Transaktion zum Scheitern bringen, wenn man sie nicht versteht.

In diesem Leitfaden erkläre ich den gesamten Einzahlungsprozess von der Kontoverifizierung bis zur Gutschrift auf dem Wettkonto. Ich gehe auf die häufigsten Fehler ein, die ich in meiner täglichen Arbeit sehe, und zeige, worauf es bei 3D Secure, Gebühren und mobilen Zahlungen wirklich ankommt. Keine Theorie aus zweiter Hand – hier spricht jemand, der jeden dieser Schritte hundertfach durchgegangen ist und weiß, wo die Stolpersteine liegen.

Voraussetzungen für die Einzahlung

Ich bekomme regelmäßig Nachrichten von Leuten, deren erste Einzahlung gescheitert ist – nicht wegen eines technischen Problems, sondern weil eine Grundvoraussetzung gefehlt hat. Deshalb fange ich hier an, bevor wir überhaupt über den eigentlichen Prozess sprechen.

Ihre Mastercard muss auf Ihren eigenen Namen laufen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht immer: Partnerkarten, Firmenkarten oder die Kreditkarte der Eltern funktionieren bei den meisten Wettanbietern nicht, weil der Karteninhaber mit dem verifizierten Kontoinhaber übereinstimmen muss. Dieses Prinzip heißt „geschlossener Zahlungskreislauf“ und dient der Geldwäscheprävention.

Zweitens: Prüfen Sie, ob Ihre Karte für Online-Zahlungen freigeschaltet ist. Manche Banken liefern Mastercard-Karten mit deaktiviertem E-Commerce aus – besonders Debitkarten von Direktbanken. Ein kurzer Anruf bei Ihrer Bank oder ein Blick ins Online-Banking genügt, um das zu klären.

Drittens brauchen Sie ein verifiziertes Wettkonto. Jeder GGL-lizenzierte Anbieter verlangt eine Identitätsprüfung, bevor Sie einzahlen können. Das läuft über Video-Ident, Post-Ident oder den Upload von Ausweisdokumenten. Ohne diese Verifizierung wird die Einzahlung blockiert – unabhängig davon, ob Ihre Karte funktioniert.

Und dann ist da das Einzahlungslimit: Der Glücksspielstaatsvertrag schreibt ein monatliches Maximum von 1.000 Euro vor – nicht pro Anbieter, sondern anbieterübergreifend für alle Online-Glücksspielplattformen zusammen. Das LUGAS-System überwacht dieses Limit in Echtzeit. Wenn Sie also bei Anbieter A 600 Euro eingezahlt haben, können Sie bei Anbieter B im gleichen Monat maximal noch 400 Euro einzahlen. Das gilt für jede Zahlungsmethode, nicht nur für Mastercard.

Was viele übersehen: Auch der Kreditrahmen Ihrer Karte spielt eine Rolle. Wenn Ihr verbleibender Verfügungsrahmen unter dem gewünschten Einzahlungsbetrag liegt, wird die Transaktion schlicht abgelehnt. Bei einer Debit Mastercard wird direkt vom Girokonto belastet – hier zählt also Ihr Kontostand.

Ich empfehle, vor der ersten Einzahlung eine Checkliste durchzugehen: Karte auf eigenen Namen? Online-Zahlung freigeschaltet? Konto verifiziert? Monatslimit nicht ausgeschöpft? Kreditrahmen ausreichend? Wer diese fünf Punkte abgehakt hat, kann den eigentlichen Einzahlungsprozess starten.

Noch ein Punkt, der in der Praxis oft vergessen wird: Die Karte darf nicht abgelaufen sein. Das klingt banal, aber ich habe es schon erlebt, dass jemand eine neue Karte zugeschickt bekommen hat, die alte noch im Portemonnaie lag und dann die alten – inzwischen ungültigen – Daten eingetippt wurden. Achten Sie auf das Ablaufdatum, besonders wenn Ihre Bank kürzlich eine Ersatzkarte ausgestellt hat.

Einzahlung Schritt für Schritt

Der Ablauf ist bei fast allen deutschen Wettanbietern identisch. Ich beschreibe ihn so, wie er in der Praxis abläuft – nicht wie in den idealisierten Hilfe-Seiten der Anbieter.

Sie loggen sich in Ihr Wettkonto ein und navigieren zum Kassenbereich. Bei den meisten Anbietern finden Sie diesen unter „Einzahlung“, „Kasse“ oder einem Wallet-Symbol. Dort wählen Sie als Zahlungsmethode „Mastercard“ oder „Kreditkarte“ – manche Anbieter fassen Visa und Mastercard unter einem einzigen Menüpunkt zusammen, andere listen sie separat auf.

Im nächsten Schritt geben Sie Ihre Kartendaten ein: die 16-stellige Kartennummer, das Ablaufdatum und den dreistelligen CVV-Code auf der Rückseite. Einige Anbieter bieten an, die Kartendaten für künftige Einzahlungen zu speichern. Ob Sie das tun möchten, ist eine Abwägung zwischen Bequemlichkeit und Sicherheit – ich persönlich speichere meine Daten nicht und tippe sie jedes Mal neu ein. Der Aufwand beträgt 20 Sekunden, die Kontrolle über meine Kartendaten ist mir das wert.

Dann legen Sie den Einzahlungsbetrag fest. Beachten Sie dabei die Mindest- und Höchstbeträge des Anbieters. Die Mindesteinzahlung liegt bei den meisten zwischen 5 und 10 Euro. Die Höchstgrenze variiert stärker: Bei einigen Anbietern sind es 1.000 Euro pro Transaktion, bei anderen weniger – wobei das gesetzliche Monatslimit von 1.000 Euro natürlich die absolute Obergrenze bleibt.

Nach der Betragseingabe folgt der Mastercard Identity Check. Ihr Bildschirm wechselt zur Authentifizierungsseite Ihrer Bank. Je nach Institut läuft das über die Banking-App mit Push-Benachrichtigung, eine SMS-TAN oder biometrische Daten wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Dieser Schritt ist Pflicht – ohne erfolgreiche Authentifizierung wird die Zahlung abgebrochen.

In meiner Erfahrung scheitern die meisten Einzahlungen genau an dieser Stelle: Die Banking-App ist nicht installiert, die hinterlegte Handynummer stimmt nicht mehr, oder der Nutzer wartet zu lange und die Session läuft ab. Stellen Sie sicher, dass Ihre Banking-App aktuell und einsatzbereit ist, bevor Sie die Einzahlung starten.

Nach erfolgreicher Authentifizierung wird der Betrag sofort gutgeschrieben. „Sofort“ heißt hier tatsächlich in Echtzeit – bei jeder Einzahlung, die ich in den letzten Jahren getätigt habe, war das Guthaben innerhalb von Sekunden verfügbar. Kein Warten, keine Bearbeitungszeit. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber Banküberweisungen, bei denen ein bis drei Werktage vergehen können.

Ein Detail, das in keiner offiziellen Anleitung steht: Manche Anbieter zeigen den Einzahlungsbetrag erst nach einem Seiten-Refresh im Kontostand an, obwohl die Transaktion bereits durchgegangen ist. Falls Ihr Guthaben nicht sofort aktualisiert wird, laden Sie die Seite einmal neu, bevor Sie den Support kontaktieren.

Was ebenfalls kaum thematisiert wird: Der Kassenbereich zeigt bei einigen Anbietern eine Bestätigungsseite mit einer Transaktions-ID. Notieren Sie sich diese Nummer oder machen Sie einen Screenshot. Falls es später Fragen zur Einzahlung gibt – etwa bei der Verifizierung oder beim Spielerschutz – ist diese ID der schnellste Weg, die Transaktion gegenüber dem Support zu identifizieren. Ich habe mir angewöhnt, bei jeder Einzahlung einen Screenshot zu machen. Das kostet zwei Sekunden und hat mir schon mehrfach unnötige Wartezeiten beim Kundendienst erspart.

Die gesamte Prozedur – vom Login bis zum verfügbaren Guthaben – dauert unter idealen Bedingungen weniger als eine Minute. Wenn der Identity Check reibungslos funktioniert, sind es oft nur 30 Sekunden. Das ist schneller als jede E-Wallet-Ersteinrichtung und der Hauptgrund, warum ich die Mastercard weiterhin als Einzahlungsmethode nutze.

Identity Check und 3D Secure

Kein Thema sorgt für mehr Verwirrung als die Begriffe rund um die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Kartenzahlungen. Ich räume hier einmal auf, weil ich mindestens drei Mal pro Woche danach gefragt werde.

3D Secure ist das zugrunde liegende Sicherheitsprotokoll, das Visa und Mastercard gemeinsam mit den Banken nutzen, um Online-Kartenzahlungen abzusichern. Die erste Version – 3D Secure 1.0 – arbeitete mit statischen Passwörtern. Sie war umständlich und führte dazu, dass viele Nutzer ihre Transaktionen abgebrochen haben. Die aktuelle Version, 3D Secure 2.0 (auch EMV 3DS genannt), ist deutlich smarter: Sie analysiert Risikofaktoren der Transaktion im Hintergrund und verlangt nur dann eine aktive Bestätigung, wenn das Risiko erhöht erscheint.

Der „Mastercard Identity Check“ ist nichts anderes als Mastercards Markenname für 3D Secure 2.0. Früher hieß das „Mastercard SecureCode“ – gleiche Technologie, neuer Name. In der Praxis bedeutet das: Wenn Sie bei einem Wettanbieter mit Mastercard einzahlen, prüft das System im Hintergrund diverse Datenpunkte – Ihr Gerät, Ihren Standort, die Höhe der Transaktion, Ihr bisheriges Zahlungsverhalten. Bei Transaktionen mit niedrigem Risiko wird die Zahlung ohne weitere Interaktion durchgewunken. Bei höherem Risiko – und Gambling-Transaktionen fallen häufig in diese Kategorie – werden Sie zur Authentifizierung weitergeleitet.

Warum betrifft das Sportwetten besonders? Weil Glücksspiel-Zahlungen unter dem Merchant Category Code 7995 laufen. Dieser MCC-Code signalisiert der Bank, dass es sich um eine Gambling-Transaktion handelt, und viele Banken stufen solche Zahlungen automatisch als erhöhtes Risiko ein. Das bedeutet in der Praxis: Bei Sportwetten-Einzahlungen werden Sie fast immer eine aktive Authentifizierung durchlaufen müssen.

Die Authentifizierung selbst dauert wenige Sekunden, wenn alles vorbereitet ist. Die häufigsten Methoden, die ich in der Praxis sehe: eine Push-Benachrichtigung in der Banking-App, die Sie per Fingerabdruck oder Face-ID bestätigen. Seltener: eine SMS-TAN, die an die bei der Bank hinterlegte Mobilnummer gesendet wird. Noch seltener: ein statisches Passwort, das Sie bei der Registrierung für 3D Secure festgelegt haben – diese Variante stirbt allerdings aus.

Die Entwicklung im mobilen Bereich unterstreicht die Bedeutung dieses Systems: Der Anteil mobil initiierter Kartenzahlungen in Deutschland ist von 5 Prozent im Jahr 2022 auf 16 Prozent im Jahr 2024 gestiegen. Mehr mobile Zahlungen bedeuten mehr Authentifizierungsvorgänge unterwegs – und damit steigt auch die Notwendigkeit, die Banking-App jederzeit griffbereit zu haben.

Ein häufiges Problem: Die Authentifizierungsseite öffnet sich in einem Pop-up-Fenster, das vom Browser blockiert wird. Stellen Sie sicher, dass Pop-ups für die Seite des Wettanbieters erlaubt sind, sonst sehen Sie die Aufforderung zur Bestätigung gar nicht erst. In der mobilen Wett-App passiert das seltener, weil die Weiterleitung dort in-app stattfindet.

Fallen Gebühren bei der Einzahlung an?

Die kurze Antwort: Bei den meisten GGL-lizenzierten Wettanbietern ist die Mastercard-Einzahlung gebührenfrei. Das war nicht immer so. Noch vor wenigen Jahren haben einzelne Anbieter Aufschläge von 1,5 bis 2,5 Prozent auf Kreditkartentransaktionen erhoben. Heute ist das die Ausnahme – der Wettbewerb um Kunden hat die meisten Gebühren eliminiert.

Trotzdem gibt es eine Kostenseite, die nicht vom Wettanbieter kommt, sondern von Ihrer Bank. Visa und Mastercard haben die Interchange-Gebühren für Transaktionen mit dem hochriskanten MCC-Code 7995 (Gambling) erhöht. Diese Kosten tragen in der Regel die Anbieter, nicht die Kunden – aber manche Anbieter geben sie indirekt weiter. Achten Sie deshalb vor der Einzahlung auf den Gebührenhinweis im Kassenbereich.

Bei echten Kreditkarten kommt ein weiterer Faktor hinzu: Wenn Sie die Kartenabrechnung nicht rechtzeitig begleichen, fallen Sollzinsen an. Das ist keine Gebühr des Wettanbieters, sondern ein Kreditkartenprodukt-Thema – aber ein relevantes, weil Sportwetten-Einzahlungen auf die Kreditkartenabrechnung gehen und dort verzinst werden, wenn sie nicht pünktlich beglichen werden. Bei der Debit Mastercard entfällt dieses Risiko komplett, weil der Betrag direkt vom Girokonto abgebucht wird.

Manche Banken behandeln Gambling-Transaktionen außerdem als Bargeldabhebung statt als regulären Einkauf. In diesem Fall können Barvorschuss-Gebühren von 2 bis 4 Prozent anfallen – plus sofortige Verzinsung ohne zinsfreie Periode. Das ist selten, kommt aber vor. Ein Blick in die Gebührentabelle Ihrer Kreditkarte schafft Klarheit.

Häufige Fehler und abgelehnte Zahlungen

Eine abgelehnte Kartenzahlung ist frustrierend – vor allem, wenn die Fehlermeldung nichts erklärt. „Transaktion fehlgeschlagen. Bitte versuchen Sie es später erneut.“ Das steht da, und Sie wissen nicht, ob Ihre Bank, Ihr Wettanbieter oder Mastercard selbst die Zahlung blockiert hat. Ich gehe die häufigsten Ursachen durch, sortiert nach der Reihenfolge, in der ich sie in der Praxis antreffe.

Der häufigste Grund: Die Bank lehnt die Transaktion ab, weil der MCC-Code 7995 eine Gambling-Sperre auslöst. Manche Banken blockieren Glücksspiel-Zahlungen standardmäßig, ohne dass der Karteninhaber davon weiß. Das betrifft besonders Karten von konservativen Filialbanken und einigen Direktbanken, die Gambling-Transaktionen aus Compliance-Gründen pauschal ablehnen. Ein Anruf bei der Bank löst das Problem in den meisten Fällen – entweder durch eine einmalige Freigabe oder durch eine dauerhafte Entsperrung für diese Transaktionskategorie.

Zweithäufig: Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro ist bereits ausgeschöpft. Das LUGAS-System registriert jede Einzahlung bei jedem lizenzierten Anbieter. Wenn Ihr Kontingent aufgebraucht ist, wird die Zahlung abgelehnt – und die Fehlermeldung sagt Ihnen selten, dass das Limit der Grund ist. Prüfen Sie Ihre Einzahlungshistorie bei allen Anbietern, bei denen Sie im laufenden Monat eingezahlt haben.

Dritter Klassiker: Der Kreditrahmen reicht nicht aus. Das passiert häufiger als man denkt, weil Kreditkartennutzer ihren aktuellen Verfügungsrahmen nicht immer im Blick haben. Vorherige Einkäufe, Mietwagenreservierungen oder Hotelbuchungen können den Rahmen belegen, ohne dass eine endgültige Abbuchung stattgefunden hat. Diese „Vormerkungen“ reduzieren den verfügbaren Betrag.

Dann gibt es noch die technischen Ursachen: abgelaufene Karte, falsch eingegebene CVV-Nummer, Pop-up-Blocker, der den 3D-Secure-Dialog unterdrückt, oder ein Timeout der Authentifizierungssession. Diese Fehler lösen sich durch sorgfältige Dateneingabe und Browser-Einstellungen.

Mastercard selbst hat klar formuliert, dass alle legalen Transaktionen im Netzwerk zugelassen sind, gleichzeitig aber von Händlern entsprechende Kontrollen verlangt werden, um illegale Nutzung zu verhindern. In der Praxis bedeutet das: Wenn Sie bei einem GGL-lizenzierten Anbieter einzahlen, liegt eine Ablehnung fast nie an Mastercard selbst, sondern an Ihrer ausgebenden Bank oder an den gesetzlichen Limits.

Mein Vorgehen bei einer Ablehnung: Zuerst die Kartendaten prüfen, dann das LUGAS-Limit überprüfen, dann den Kreditrahmen checken, und erst danach die Bank anrufen. In 90 Prozent der Fälle klärt sich das Problem in einem dieser vier Schritte.

Es gibt allerdings eine fünfte Ursache, die schwieriger zu diagnostizieren ist: Manche Banken haben interne Tageslimits für Online-Transaktionen, die unter dem offiziellen Kreditrahmen liegen. Wenn Sie an einem Tag bereits mehrere Online-Käufe getätigt haben, kann die Sportwetten-Einzahlung trotz ausreichendem Gesamtrahmen scheitern. Dieses Tageslimit lässt sich oft im Online-Banking anpassen oder durch einen Anruf bei der Bank temporär erhöhen.

Noch ein Hinweis aus der Praxis: Versuchen Sie nicht, eine abgelehnte Einzahlung sofort fünf Mal hintereinander zu wiederholen. Manche Fraud-Systeme der Banken interpretieren mehrfache schnelle Versuche als verdächtiges Verhalten und sperren die Karte vorübergehend. Warten Sie mindestens 15 Minuten, klären Sie die Ursache, und versuchen Sie es dann ein einziges Mal erneut.

Einzahlung per App und mobil

34 Prozent der Deutschen haben 2025 ihr Smartphone oder eine Smartwatch für Zahlungen genutzt – so die GfK-Studie Mastercard Payment Pulse. Für Sportwetten ist das hochrelevant, weil der Großteil der Live-Wetten unterwegs platziert wird und eine mobile Einzahlung dann in Sekunden möglich sein muss.

Die Mastercard-Einzahlung über die App eines Wettanbieters funktioniert technisch identisch wie am Desktop. Sie öffnen den Kassenbereich, wählen Mastercard, geben Kartendaten und Betrag ein. Der Unterschied liegt im 3D-Secure-Schritt: Die Banking-App für die Authentifizierung läuft auf demselben Gerät, was den Prozess flüssiger macht – Sie bestätigen per Fingerabdruck oder Face-ID, ohne das Gerät wechseln zu müssen.

Noch schneller geht es über Apple Pay oder Google Pay mit hinterlegter Mastercard. Statt die 16-stellige Kartennummer einzutippen, wählen Sie im Kassenbereich des Wettanbieters die Wallet-Zahlung. Die Authentifizierung erfolgt direkt über die biometrische Sicherung Ihres Smartphones. Nicht alle Wettanbieter unterstützen Apple Pay und Google Pay, aber die Zahl wächst – vor allem die größeren GGL-lizenzierten Plattformen haben beide Optionen mittlerweile integriert.

Der Vorteil der Wallet-Zahlung liegt nicht nur in der Geschwindigkeit. Ihre tatsächliche Kartennummer wird bei Apple Pay und Google Pay nie an den Wettanbieter übermittelt. Stattdessen erzeugt das System eine virtuelle Kartennummer – ein sogenanntes Token. Selbst wenn der Anbieter gehackt würde, wären Ihre echten Kartendaten nicht betroffen. Das ist ein Sicherheitsvorteil, den die direkte Karteneingabe nicht bieten kann.

Ein Punkt, den ich bei mobilen Einzahlungen besonders betone: Nutzen Sie niemals ein öffentliches WLAN für Kartentransaktionen. Das gilt nicht nur für Sportwetten, sondern für jede Online-Zahlung – aber gerade weil Sportwetten oft unterwegs stattfinden, in Stadien, in Kneipen oder beim Public Viewing, ist die Versuchung groß, das nächstbeste WLAN zu nutzen. Mobile Daten sind die sicherere Wahl.

Meine persönliche Erfahrung mit mobilen Mastercard-Einzahlungen ist durchweg positiv, solange die Banking-App aktuell ist. Der gesamte Prozess – App öffnen, Einzahlung starten, bestätigen – dauert unter 30 Sekunden. Schneller geht es nur mit einer bereits eingerichteten E-Wallet, bei der keine Kartendaten mehr eingegeben werden müssen.

Warum die Mastercard-Einzahlung ihren Platz behauptet

Die Mastercard-Einzahlung bei Sportwetten ist 2026 weder kompliziert noch veraltet. Die Kombination aus sofortiger Gutschrift, breiter Akzeptanz bei lizenzierten Anbietern und dem Sicherheitsnetz des Identity Check macht sie zu einer der zuverlässigsten Einzahlungsmethoden auf dem deutschen Markt. Die regulatorischen Rahmenbedingungen – Einzahlungslimit, LUGAS, GGL-Lizenz – gelten für alle Zahlungswege gleichermaßen und sind kein Nachteil der Karte, sondern des Systems. Die Karte selbst ist dabei nur das Werkzeug, der Spielerschutz steckt im regulatorischen Rahmen dahinter.

Wer die Voraussetzungen erfüllt und die Banking-App für den Identity Check eingerichtet hat, braucht für eine Einzahlung unter einer Minute. Das habe ich in neun Jahren nicht bei vielen Zahlungsmethoden erlebt. Ob die Mastercard auch für die Auszahlung taugt, ist allerdings eine ganz andere Geschichte – dort gelten andere Regeln, andere Zeiträume und andere Einschränkungen. Für die Frage, wie sich die Einzahlung von der Auszahlung per Mastercard unterscheidet, lohnt sich ein separater Blick.

Wie schnell wird meine Mastercard-Einzahlung beim Wettanbieter gutgeschrieben?
In der Regel sofort. Die Gutschrift erfolgt in Echtzeit, sobald die 3D-Secure-Authentifizierung abgeschlossen ist. Bei einzelnen Anbietern kann es vorkommen, dass der Kontostand erst nach einem Seiten-Refresh aktualisiert angezeigt wird – die Transaktion selbst ist aber bereits durchgebucht.
Was tun, wenn die Mastercard-Einzahlung beim Wettanbieter abgelehnt wird?
Prüfen Sie zuerst die eingegebenen Kartendaten, insbesondere CVV und Ablaufdatum. Dann kontrollieren Sie, ob das monatliche LUGAS-Einzahlungslimit von 1.000 Euro bereits ausgeschöpft ist. Drittens: Stellen Sie sicher, dass Ihr Kreditrahmen oder Kontostand den Einzahlungsbetrag abdeckt. Bleibt die Ablehnung bestehen, kontaktieren Sie Ihre Bank – manche Institute blockieren Glücksspiel-Transaktionen standardmäßig und müssen die Kategorie erst freischalten.
Kann ich die Mastercard-Einzahlung bei Sportwetten rückgängig machen?
Eine reguläre Rückbuchung von Sportwetten-Einzahlungen ist nicht vorgesehen. Ein Chargeback über die Bank ist nur bei betrügerischen oder nicht autorisierten Transaktionen möglich, nicht bei freiwilligen Einzahlungen. Sobald die Zahlung per 3D Secure bestätigt wurde, gilt sie als autorisiert.
Brauche ich den Mastercard Identity Check für jede Einzahlung?
In den meisten Fällen ja. Glücksspiel-Transaktionen laufen unter dem MCC-Code 7995, den Banken als erhöhtes Risiko einstufen. Dadurch wird bei fast jeder Einzahlung eine aktive Authentifizierung verlangt. Bei sehr kleinen Beträgen kann das System gelegentlich auf eine Abfrage verzichten, darauf verlassen sollten Sie sich aber nicht.